Padel-Tennis, Ninja-Parcours, Multifunktionsspielfeld, Dorfplatz und Talentförderung
In Hünsborn können sich Sportbegeisterte bald auf dem ersten Padel-Tennis-Platz in der Region austoben, in Attendorn wird ein Mutifunktionsspielfeld gebaut und in Rüblinghausen entsteht ein neuer Dorfmittelpunkt. Insgesamt hat die Lokale-Aktionsgruppe (LAG), das Entscheidungsgremium unserer Leader-Region, fünf neuen Projekten das „Go“ gegeben. Damit sollen jetzt mehr als 800.000 Euro Förderung aus EU- und Landesmitteln in die Region fließen.
Getagt wurde in der ehemaligen Kapelle in Attendorn-Beukenbeul. Dort wurde erst kürzlich eine Sanitäranlage eröffnet, die über das BiggeLand gefördert worden war. Dadurch können nun vielfältige Veranstaltungen der einzelnen Vereine und Dorfgruppen in der Kapelle und auf dem Platz davor organisiert werden. Die LAG-Mitglieder konnten sich vor Ort ein Bild davon machen, wie positiv sich ihre Beschlüsse auf das dörfliche Leben auswirken.
Padel-Tennis in Hünsborn
Zu Beginn der Sitzung stellten die Projektträger ihre Ideen vor. Leader fördert auch Kooperationen – genau das ist in Hünsborn der Fall: Um das bestehende Sport- und Freizeitareal rund um Tennis- und Fußballplatz zu einem generationenübergreifenden Begegnungs- und Bewegungsort zu erweitern, kooperieren die beiden Vereine TC Hünsborn und RW Hünsborn miteinander und bauen neben dem Padel-Platz auch einen Spielplatz für Kinder und Familien. Beides steht der Allgemeinheit unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft zur Verfügung. Das Projekt kostet insgesamt rund 182.000 Euro, wovon knapp 128.000 Euro (70%) über Leader gefördert werden.
Bildungs- und Erlebnisraum für Schule, Kindergarten und die Allgemeinheit
Ebenfalls in Hünsborn will die Gemeinde Wenden das Außengelände zwischen Grundschule und Kindergarten zu einem naturnahen Bildungs-, Begegnungs- und Erlebnisraum umfunktionieren. Durch Sitzmöglichkeiten, klimaangepasste Gestaltungselemente sowie vielfältige Lern- und Aufenthaltsbereiche entsteht ein attraktiver Ort für Kinder, Familien und die Öffentlichkeit. Über Leader soll das Projekt mit der Maximalförderung von 250.000 Euro bezuschusst werden, die Gesamtkosten betragen rund 400.000 Euro.
neue Dorfmitte für Rüblinghausen
Um Gemeinschaft und einen neuen Dorfmittelpunkt geht es bei dem Projekt des Dorfvereins Rüblinghausen. Der bisher eher stiefmütterlich behandelte Dorfplatz neben der St. Matthäus-Kapelle in der Ortsmitte soll zu einem Mehrgenerationenplatz umfunktioniert werden. Es entsteht ein Treffpunkt, der Begegnung, Ehrenamt, Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe fördert. Geplant sind eine Dorfhütte für zum Beispiel kleinere Treffen wie Stammtische oder Vereinssitzungen. Der Außenbereich wird mit attraktiven Sitzgelegenheiten, Beschattungselementen sowie mit einem barrierefrei nutzbaren Schachfeld, einem Murmelspiel sowie Wipptier und Sandfläche für Kinder aufgewertet. Gesamtkosten: rund 200.000 Euro (über Leader: ca. 140.000 Euro).
Ninja-Parcours in Attendorn
In Attendorn soll in der Nähe von Ennest ein ungenutzter Bolzplatz zu einer multifunktionalen Bewegungs- und Begegnungsfläche umgestaltet werden. Dazu gehören ein Multifunktionsspielfeld mit Tartanbelag für zum Beispiel Soccer und Basketball, eine Beachvolleyballfläche sowie ein Calisthenics-Park und Elemente eines Ninja-Parcours. Über eine digitale Sportbox können Materialien wie Bälle, Schläger oder Frisbees ausgeliehen werden. Die Fläche steht Kindern, Jugendlichen, Familien und Menschen aller Altersklassen zur Verfügung und kann unabhängig von Vereinszugehörigkeit, festen Trainingszeiten oder sportlichem Leistungsniveau genutzt werden.
Talent-Erforschung im BiggeLand
Kinder und Jugendliche im BiggeLand können sich ab kommenden Jahr auf spannende und vielfältige Workshops zu unterschiedlichen Themen freuen. Dabei sollen sie ihre unterschiedlichen Talente, Interessen und Stärken entdecken und nach Möglichkeit weiterentwickeln können. Besonders Jugendliche, die bisher nur wenig Berührungspunkte mit kreativen, technischen, kulturellen oder naturbezogenen Angeboten hatten, sollen von den kostenlosen Workshops profitieren. Ziel ist zudem die Vernetzung der Kinder und Jugendlichen mit Vereinen, Initiativen, Jugendzentren und weiteren regionalen Akteuren. Das ca. 100.000 Euro teure Projekt soll Selbstwirksamkeit, Eigeninitiative und Gemeinschaft fördern und wird als Kooperationsprojekt mit der benachbarten Leader-Region „Oben an der Volme“ realisiert.
Die LAG-Mitglieder waren sich über die große Bedeutung der vorgestellten Projekte einig. Sie lobten das Engagement der vielen Ehrenamtlichen, die hinter diesen Ideen und deren Umsetzung stecken.
Die aktuelle Förderphase läuft bis Ende 2028. Zur Zeit sind noch Fördermittel im BiggeLand vorhanden. Potenzielle Projektträger sollten sich dennoch schnell beim Regionalmanagement melden, weil alle Förderanträge bis Ende 2027 gestellt werden müssen. Das Regionalmanagement rät dazu, sich möglichst frühzeitig bei der Entwicklung einer Idee beraten zu lassen.








